Schätze, die Geschichte erzählen

Foto: Sirka Schwartz-Uppendieck
Foto: Sirka Schwartz-Uppendieck

Bis 1. August 2020 in der Auferstehungskirche: eine Mixed-Media-Installation mit sprechenden Objekten. Die Auswahl ist ebenso überraschend wie vielfältig. Manche sind fotografisch dokumentiert, andere schweben physisch im Raum. Begleitende Texte - zum Teil entstanden in einer Schreibwerkstatt unter Leitung von Ruth Lenz-Tichai - erzählen von persönlichen, biografischen und historischen Erinnerungen, die mit den Objekten verknüpft sind.

 

Artikel im Sonntagsblatt:

Mosaik aus Lebensgeschichten. Ausstellung in Fürth zeigt persönliche Schätze und die Geschichten dahinter. Von Timo Lechner 

 

Foto: Sirka Schwartz-Uppendieck
Foto: Sirka Schwartz-Uppendieck

Innerlich Reisen: Mit Kunst durch die Krise

09.08. bis 20.09.2020 | Auferstehungskirche 

Julia Frischmann
Julia Frischmann

Kunst ist Nahrung in kritischen Zeiten. Bilder, die uns ansprechen, geben Eindrücke mit, von denen wir zehren können. Als wegen der Corona-Pandemie das Kulturleben zum Stillstand kam, spürten viele, wie sehr die Kunst fehlt: ihre Gedankenanstöße, ihre Überraschungen, ihre kreativen Rezepte gegen innere Leere und Ratlosigkeit.
Während jetzt das öffentliche Leben langsam wieder hochgefahren wird, leidet die Kulturszene weiterhin unter massiven Einschränkungen. Wir möchten uns solidarisch zeigen und widmen unsere nächsten Ausstellungen in der Auferstehungskirche drei wichtigen Künstlerinnen der Region, die bei uns ihre Werke zeigen und verkaufen können.
Den Anfang machen Birgit Maria Götz und Julia Frischmann, die gemeinsam eine Sommer-Ausstellung gestalten. Da viele von uns dieses Jahr nicht verreisen, lautet die Überschrift: Innerlich reisen. Mit Kunst durch die Krise. Die Ausstellung wird am 9. August mit einem Bilder-Rundgang eröffnet. Danach sind die Arbeiten bis zum 20. September zu sehen.
Birgit Maria Götz und Julia Frischmann studierten freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und sind Mitglieder im Fürther Kulturring C. Birgit Maria Götz liebt es, im Freien zu malen: an Orten, die zu ihrem Leben gehören. Zum Beispiel im Stadtpark um die Auferstehungskirche mit seinen - je nach Tageszeit - starken atmosphärischen Lichtstimmungen (siehe Interview bei Trifolia: Fifty Shades of Green).
Visuelle Botschaften aus der Umgebung sind auch für Julia Frischmann wichtig. Manchmal legt sie verschiedene Motive übereinander, wie bei einem doppelt belichteten Foto. Durch Verfremdung spielt sie mit unseren Sehgewohnheiten und stellt scheinbar Selbstverständliches in Frage. Neben der Malerei arbeitet sie auch im Bereich Installationskunst und in künstlerischen Team-Projekten.
Gefragt, ob es ihr ein Bedürfnis ist, mit Kunst die aktuelle Krise zu reflektieren, antwortet Julia Frischmann: „Es fällt mir eher schwer, mein Leben von der Kunst zu trennen. In den letzten drei Monaten hat sich mein Terminkalender und mein Alltag relativ stark verändert. Was einfach nur Reaktion oder Anpassung und welche Teile wirklich Reflexion waren, lässt sich im Nachhinein sicher besser unterscheiden.“

Auferstehungskirche im Stadtpark Fürth. Gemälde von Birgit Maria Götz
Auferstehungskirche im Stadtpark Fürth. Gemälde von Birgit Maria Götz
Stadtpark auf der Morgenseite der Auferstehungskirche. Gemälde von Birgit Maria Götz
Stadtpark auf der Morgenseite der Auferstehungskirche. Gemälde von Birgit Maria Götz

Wolken ziehen auf: Mit Kunst durch die Krise

Anja Molendijk: Grenzposten der Nebel
Anja Molendijk: Grenzposten der Nebel

Am 27. September eröffnen wir die Herbst-Ausstellung, die von der Fürther Malerin Anja Molendijk gestaltet wird. Sie hat ein Motto gewählt, das man jahreszeitlich oder auch im übertragenen Sinn verstehen kann: „Wolken ziehen auf. Mit Kunst durch die Krise“. Die Ausstellung ist bis 15. November zu sehen.
Anja Molendijk ist Malerin und Drehbuchautorin. Ihre Bilder gestaltet sie ganz individuell mit unterschiedlichen Materialien und Techniken. Als Untergrund verwendet sie für kleinere Formate eine Holzplatte, für große einen stoffbespannten Holzrahmen. Darauf wird ein Bogen Papier geklebt: als Basis für ein Miteinander und Ineinander von Farbmalerei, Zeichnung und Radiernadeltechnik. Anja Molendijk arbeitet viel mit Motiven aus der Natur - in ihren Bildern kann man Details von Pflanzen oder von Insekten erkennen. Diese Motive werden nicht realistisch abgebildet, sondern mit freier Fantasie zueinander in Beziehung gesetzt: wie in Träumen, wo eine ganz eigene Logik unsere Wahrnehmung bestimmt.
Die aktuelle Krise ist für Anja Molendijk ein „Indikator“, der soziale und ökologische Probleme deutlich sichtbar macht. Nachdenken und Innehalten sind ihr wichtig. Die Auferstehungskirche erlebt sie als einen Ort, „wo man zur Ruhe kommen kann“.

 

Schmücken Sie den Baum!

Foto: Sirka Schwartz-Uppendieck
Foto: Sirka Schwartz-Uppendieck

Von Weihnachten bis Dreikönig steht vor der Auferstehungskirche ein Christbaum, der auf Ihre ganz persönlichen Schmück-Ideen wartet.

Ob Strohstern, Engelsfigur oder Christbaumkugel - es gibt viele Möglichkeiten.

Machen Sie mit: der Baum freut sich darauf, und alle Vorübergehenden auch!